Im September 2024 ist im Kosmos Verlag unser großes Insektenbuch erschienen – fast sieben Jahre haben wir daran getüftelt. Uns lag viel daran, nicht das hundertste Insektenbuch auf den Markt zu bringen, sondern etwas Künstlerisches, Avantgardistisches, das die überbordende Schönheit der Künstlerin Natur so gut wie möglich einfängt. Der vielfach ausgezeichnete Grafikdesigner Götz Gramlich, Mitglied der renommierten Alliance Graphique Internationale, hat den Inhalten eine ebenso reizvolle Form gegeben.
Auf 208 Seiten nehmen wir Sie mit in die Wunderwelt der Insekten, um diesen faszinierenden Wesen auf Augenhöhe zu begegnen. Oder, wie es die großartige Rachel Carson so treffend formulierte: „Je klarer wir unsere Aufmerksamkeit auf die Wunder und Realitäten des uns umgebenden Universums richten können, desto weniger Zerstörungslust werden wir empfinden.“
Ein tolles Projekt: produziert von Steven Spielberg, Darryl Frank und Justin Falvey, im Original gesprochen von Morgan Freeman – von den Emmy-prämierten Machern der Serie „Unser Planet“.
Die achtteilige Serie erzählt, wie das Leben auf unserem Planeten entstand und sich entwickelte. Für eine einzige Folge wurden über 40.000 meiner Bilder verwendet. Was daraus entstanden ist, sehen Sie in der Insektenfolge „Invasion an Land“ (Folge 3).
Rheinwerk Verlag
Ganz nah dran
Gemeinsam mit sechs weiteren Fotografinnen und Fotografen ist „Ganz nah dran“ entstanden – ein Buch über Makrofotografie mit Ideen, Motiven und Workshops.
Bei meinem Debüt als Autor konnte ich das umsetzen, was ich mir 2016 beim Einstieg in die extreme Makrofotografie selbst gewünscht hätte: ein Buch, das den Anfang leichter macht. Welche Linsen kann ich verwenden? Wie adaptiere ich sie? Wo finde ich Insekten, und wie reinige ich sie? Antworten auf diese und viele weitere Fragen finden Sie im Buch.
Nach der Aufnahme in die Top 100 von Nikon Small World ist die kleine Goldwespe innerhalb weniger Tage um die Welt gereist.
Berlin
Auge in Auge – Insektenporträts
Die Ausstellung „Auge in Auge – Insektenporträts“ war vom 5. bis 12. August in den Reinbeckhallen in Berlin zu sehen. Mehr über die Initiative erfahren Sie auf save-the-future.org.
Zusammenarbeit mit Robert Balke
Hochauflösender Pigmentdruck auf Papier aus 100 % Baumwolle trifft auf die Zeichenmaschinen von Robert Balke. Die so entstandenen Unikate können Sie im Shop auf robertbalke.de bestellen.
Die vier megadiversen Insektenordnungen
Coleoptera (Käfer), Lepidoptera (Schmetterlinge), Diptera (Zweiflügler) und Hymenoptera (Hautflügler) umfassen zusammen 90 % aller beschriebenen Insektenarten. Meine Aufkleber zeigen jeweils neun Arten aus jeder dieser Ordnungen. Die 10 × 10 cm großen Aufkleber sind matt gedruckt, was Optik und Haptik spürbar aufwertet. Hinter einem Passepartout gerahmt, ergeben sie eine schöne Collage mit spannendem Hintergrundwissen. Passend sind zum Beispiel Standardrahmen von IKEA wie Ribba, Hovsta, Knoppäng oder Sannahed.
Die Aufkleber liegen jeder Bestellung hier auf meiner Webseite oder in meinem Etsy-ShopGRATIS bei. Einzeln sind sie nicht erhältlich.
SWR „natürlich“
Gegen Ende der Outdoor-Saison hat mich das SWR-Magazin „natürlich“ zu Hause besucht. Entstanden ist dieser kurze Beitrag.
@makrotalk ist der Podcast rund um die Makrofotografie. Wir teilen darin unseren Weg, unsere Technik und unsere Erfahrungen – und freuen uns, wenn Sie einmal hineinhören. Sie finden ihn auf allen gängigen Podcast-Plattformen (Apple Music, Spotify …) und direkt bei Libsyn. Auf unserem Instagram-Kanal halten wir Sie rund um den Podcast auf dem Laufenden.
Zwei Poster
Das überarbeitete Riesen-Insektenposter in DIN A0 mit über 80 neuen Insekten – und dazu das Poster „Die Schwärmer Mitteleuropas“ in DIN A1.
Beide Poster finden Sie in meinem Shop und in meinem Etsy-Shop.
Das Schwärmerposter
Die dezent nummerierten Schwärmer lassen sich über die Legende schnell und einfach bestimmen. Zum Poster
Die Schwärmer Mitteleuropas – Teaser
Nach fast zwei Jahren Arbeit ist ein neues Poster entstanden: „Die Schwärmer Mitteleuropas“ zeigt alle 21 Schwärmerarten, die sich in Mitteleuropa beobachten lassen. Dieser kurze Teaser gab einen ersten Vorgeschmack.
Der MAKROTALK-Podcast
Mark und ich haben den MAKROTALK-Podcast gestartet. Mark wollte mehr im Studio arbeiten, ich mehr Makros draußen in der Natur machen – da lag es nahe, uns darüber auszutauschen und die Gespräche aufzuzeichnen. So entstand die Idee. Doch warum sie nicht ausweiten und über die ganze Bandbreite der Makrofotografie sprechen? Und weil es noch keinen deutschsprachigen Makro-Podcast gab … zack, da ist er!
Wir hoffen, Ihnen Wissenswertes und gute Unterhaltung zu bieten. Hören können Sie ihn auf den gängigen Streaming-Plattformen oder direkt bei Libsyn unter makrotalk.libsyn.com. Neuigkeiten rund um den Podcast gibt es auf Instagram unter instagram.com/makrotalk.
arteCONCERT – united we stream
arteCONCERT „united we stream“ im Kowalski in Stuttgart: Ab Minute 70 zeigt Frischvergiftung ein sagenhaftes Mapping mit meinen Makroaufnahmen, untermalt von Dominik Eulbergs wundervollen Klängen. Viel Spaß beim Sehen und Hören!
Der Totenkopfschwärmer von unten
Die meisten kennen den Totenkopfschwärmer nur von oben – bei der markanten Zeichnung auf seinem Rücken kein Wunder. Doch auch ein Blick auf die Unterseite lohnt sich.
40:1 mit Blitz
Mein erster Versuch mit dem 40:1-Objektiv und Blitzlicht. Das Bild zeigt Flügelschuppen und Flügeladern eines Distelfalters – und ein einzelnes Pollenkorn einer Sonnenblume.
Vierfleck – ein Projekt zu dritt
Ein schönes Gemeinschaftsprojekt zu dritt: detailverliebt eingefärbte Aufnahmen aus dem Rasterelektronenmikroskop, kombiniert mit Dominik Eulbergs Track „Vierfleck“ aus seinem Album „Mannigfaltig“.
Eine geänderte Beleuchtungstechnik sorgt für noch schärfere Bilder im Maßstab 20:1.
Betonwand wird Sensibilisierungswand
Insekten brauchen Platz – und zwar nicht nur auf Wiesen und in Wäldern, sondern auch in unseren Köpfen und in unserer Wahrnehmung. Meist beschränkt sich die Aufmerksamkeit auf die Sympathieträger Schmetterlinge und Bienen. Doch bei fast einer Million beschriebener Insektenarten gibt es so viel mehr zu entdecken. Mit meinen Bildern haben partnersinpaint.de und die Stadt Ulm dieses wundervolle Projekt in Neu-Ulm/Friedrichsau umgesetzt.
Hier bekommen die Insekten Raum: Porträts heimischer Arten, jeweils 4 × 4 Meter groß. Für die Vorlagen entstanden 682 Einzelbilder, die per Focus-Stacking zusammengerechnet wurden. 30 Liter Wandfarbe, 150 Sprühdosen, 40 Farbtöne und 30 Stunden Arbeit stecken in dem Projekt – und nicht zu vergessen die unglaubliche Leidenschaft aller Beteiligten, ohne die so etwas nicht möglich wäre.
Die Goldwespe
Schon aus der Ferne ist zu erkennen, dass dieses Insekt ein fliegendes Juwel ist. Bei 20-facher Vergrößerung zeigt die flinke kleine Goldwespe jedoch Farben und Strukturen, die noch atemberaubender sind, als man es sich vorstellen kann.
Verborgene Farben
Wer in höhere Abbildungsmaßstäbe vordringt, entdeckt wunderbare Dinge: Die Flügel eines Sandlaufkäfers, die für uns braun erscheinen, offenbaren bei 20:1 und 40:1 eine erstaunliche Farbenpracht.
Musikvideo mit Dominik Eulberg
Eintagsfliege – ein Plädoyer der Insekten
Eigentlich leben wir auf einem Planeten der Insekten. Sie waren die ersten Lebewesen, die sich in die Luft erhoben. Seit mehr als 400 Millionen Jahren bevölkern sie unsere Erde und werden dies wohl auch bis an ihr Ende tun. Mit mehr als einer Million beschriebener Arten machen sie über 80 Prozent aller Tierarten aus. Rund eine Trillion Insekten leben auf der Erde – 143 Millionen Mal mehr als Menschen. Rund 90 Prozent der landlebenden tierischen Biomasse sind Insekten. Allein die Ameisen haben mehr Biomasse als alle Menschen zusammen. Insekten sind die emsigen Dienstleister unseres Ökosystems; ohne sie käme es zum Erliegen. Sie bereiten uns den Boden auf, sind unsere Müllabfuhr und für die Bestäubung der meisten Pflanzen unabdingbar. Sie sind eine Art Lebensversicherung für uns – wir sollten ihnen unendlich dankbar sein. Dankbar auch dafür, dass wir „ihren“ Planeten mit ihnen teilen dürfen.
Doch sie bekommen nicht den Respekt und die Achtung, die sie verdienen. Wir töten sie mit Giften, zerhäckseln ihren Lebensraum, zerschmettern sie martialisch mit der Tageszeitung am Frühstückstisch. Um diesen unsäglichen Missstand ins Bewusstsein zu rücken, habe ich mich mit dem Naturschützer und Musiker Dominik Eulberg zusammengetan. Mit aufwändigem Focus- und 3D-Stacking wird für uns zuvor Verborgenes sichtbar. In drei Jahren entstand so aus 35.088 Einzelbildern ein faszinierendes Video. Das Ziel: heimische Insekten so zu porträtieren wie Menschen – als Individuen.
Beim Anblick der Bilder rückt sich unsere „ver-rückte“ Sichtweise wieder zurecht: Plötzlich schauen wir anmutigen Wesen auf Augenhöhe ins Gesicht. Wir sehen Details, Farben, Formen und Strukturen, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind. Eine bisher verborgene Schatzkammer mit strahlenden Juwelen tut sich vor uns auf. Ekel und Abscheu weichen kindlichem Staunen. Der veränderte Blickwinkel legt in uns einen Schalter um. Wir spüren wieder, dass wir mit allen Lebewesen tief verbunden sind: Wir alle sind Teil eines großen, vernetzten Ökosystems und haben einen gemeinsamen Ursprung.
Wir fangen wieder an zu begreifen, dass alles, was gegen die Natur geht, im Endeffekt auch gegen uns Menschen geht. Jedes Lebewesen hat seinen Sinn und seine Berechtigung in ihr, ist ein wichtiges Zahnrad in einem Ökosystem, dessen Dienstleistungen wir täglich in Anspruch nehmen. Missachten wir dies in unserer anthropozentrischen Hybris weiterhin, droht die Menschheit selbst – als Homo suicidalis – zur Eintagsfliege zu werden. Möge dieses funkelnde Plädoyer der Insekten möglichst viele wachrütteln.
Ich war zu Gast bei Timster, dem Jugendmagazin bei KiKA von ARD und ZDF.
Poster „Insekten – Ein funkelnder Auszug heimischer Mannigfaltigkeit“
Mein erstes Insektenposter – inzwischen abgelöst vom Nachfolger „Insects“ mit 194 Motiven.
Bewusst ohne störende Texte soll das Poster den Entdeckergeist wecken. Welches Insekt ist das? Wie kann ich herausfinden, um was es sich handelt? Haben wir das nicht heute im Park gesehen?
Kinder frage ich gern, ob man Schmetterlinge anfassen darf. Die Antwort kommt immer einstimmig: „NEIN!“
So weit, so gut. Frage ich dann nach dem Warum, heißt es oft: „Weil sie dann sterben.“ Hier kläre ich gern auf:
Das, was wir an den Fingern als „Schmetterlings-Staub“ wahrnehmen, sind in Wirklichkeit winzig kleine Schuppen. Sie sind mit Luft gefüllt, unterstützen den Schmetterling beim Auftrieb und verleihen ihm Farbe und Muster. Im Laufe seines Lebens verliert ein Schmetterling immer mehr dieser Schuppen, sodass seine Flügel stellenweise sogar durchsichtig werden. Je weniger Schuppen er besitzt, desto schwerer fällt ihm das Fliegen. Kostet ihn das Fliegen mehr Energie, als er über den Nektar der Blüten aufnehmen kann, stirbt er an Entkräftung.
Dass ein Schmetterling stirbt, sobald man ihn in die Hand nimmt, stimmt also nicht. Wer dabei aber Schuppen abstreift, verkürzt ihm vermutlich das Leben. Natürlich kann ein Schmetterling auch früher sterben, obwohl er noch alle Schuppen besitzt – etwa durch Parasiten oder einfach, weil er sich gepaart hat und sein Lebenszyklus damit endet. Kurz gesagt: Vom Anfassen stirbt er nicht, trotzdem sollte man es lassen.
Besigheim
Die Ausstellung
Die Flyer zu meiner Ausstellung – einfach anklicken, um sie zu vergrößern.
MAKROFOTO Ausgabe 7
Die siebte Ausgabe von MAKROFOTO mit dem Titelthema Vintage-Makrofotografie enthält eine Bildserie von mir über Fliegen. Das Heft finden Sie hier.
40:1 – Flügel eines Tagpfauenauges
Ein weiterer Vergrößerungsschritt führt mich zum Abbildungsmaßstab 40:1. In 100 Schritten von je 0,00098 mm entstand diese Aufnahme vom Flügel eines Tagpfauenauges. Die Flügelschuppen besitzen Längsrillen, zwischen denen stabilisierende Querstege liegen – hier bereits ansatzweise zu erkennen.
Besigheim
Ausstellung in Besigheim
Meine großformatigen Drucke waren vom 7. Mai bis 2. Juni in Besigheim zu sehen. Unterstützt haben mich dabei der BUND und der Kulturverein Wartesaal – vielen Dank dafür!
Besuch beim Käfer-Stammtisch
Im Studium hat die Artenbestimmung an Bedeutung verloren, der taxonomische Nachwuchs fehlt. Darüber berichtet Marco Krefting in einem lesenswerten Artikel, illustriert mit meiner Fotostrecke: Spiegel.de
Die ruhigen Tage zwischen den Feiertagen habe ich genutzt, um einige Details meiner Aufnahmetechnik zu verändern. Der Spagat zwischen zu weichem Licht, das glänzende Oberflächen flau wirken lässt, und zu hartem Licht, das den Kontrast übertreibt, hat mich einige Nerven gekostet. Der gefundene Kompromiss überzeugt mich aber voll. Das Bild finden Sie auch in meiner Galerie; für Drucke steht es in 5300 × 5300 Pixeln zur Verfügung.